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Ironman 70.3 Luxemburg

Das Wettkampfjahr 2021 startete unverhofft und spät, aber dann kamen alle Rennen oft geballt und mit großem Anspruch an die Flexibilität für die Athleten.

Der Ironman 70.3 Luxemburg hat darunter leider sehr gelitten. Schwache Organisation, miese Informationspolitik und kurzfristig auch noch die Absage der ersten Disziplin. Ohne das Schwimmen in der Mosel bzw. in einem nahegelegenen Weiher, wurde das Rennen als Bike-Run ausgetragen. Eine saisonal zu erwartende Blaualgenkonzentration machte den Triathlon unmöglich. Bitter, wenn die Organisatoren solche Informationen bereits im Februar vorliegen hatten und die Athleten knapp zehn Tage vor dem Rennen über die Schwimmabsage erst informiert werden.

Zwei Wechselzonen, welche mit sieben Kilometer Entfernung auseinanderlagen, sowie einem zufälligen Bustransfer zwischen Start- und Zielbereich, sorgten allgemein für wenig Begeisterungsreserven.

Ein in der Vergangenheit stets sehr schöner Wettkampf im Dreiländereck Luxemburg-Frankreich-Deutschland wurde organisatorisch zu einem maximalen Reinfall. Die Radstrecke war mit 93 km nur minimal länger, dafür wurde die Angabe der Höhenmeter um circa 140 Höhenmeter zu gering angegeben.

Herausfordernd war nach dem Wechsel vom Rad auf den Halbmarathon, dass die ersten sechs Kilometer keine Verpflegungsstelle bereithielten. Wer sich dessen nicht bewusst war und sich nicht in der Wechselzone oder auf dem Rad dafür vorbereitet hatte, dem wurde der Lauf schnell zum Verhängnis.

Von den gemeldeten ca. 1.100 Triathleten gingen im Abstand von drei Sekunden nur 900 im kleinen Moselort Remerschen in das Rennen. Das Ziel in Remich erreichten wiederum nur 731 Athleten.

Kerstin Bannwolf vom Tri-Team SSV Ettlingen konnte mit nur 10min. Rückstand auf Marco Lopez eine sehr bemerkenswerte Leistung abliefern. Platz 5 in ihrer AK und Platz 12 der Frauen gesamt standen im Ziel mit 4:33h zu buche. Marco erreichte mit 4:23h und dem 12. Platz in seiner AK das Ziel.

Wir haben nach zwei unberechenbaren Langdistanzen auf Lanzarote und in Kopenhagen wieder viele neue Rennerfahrungen gesammelt. Auch als Veranstalter des Cross-Duathlon Tri-Team SSV Ettlingen haben wir auf Details der unterschiedlichen Veranstaltungen geachtet. In der Hoffnung, bald auch wieder in Ettlingen Wettkämpfe für Sportler und Zuschauer bedenkenlos bieten zu können.

Die neuen Triathlon-Freundschaften vom Luxemburg Wochenende und das Wiedersehen mit Athleten aus den gemeinsam bestrittenen Wettkämpfen diesen Jahres, haben die Grenzen der virtuellen Veranstaltungen der vergangenen Monate deutlich gemacht.

Unabhängig von den Erwartungsenttäuschungen und der Kritik stehen die Dankbarkeit für die Austragung reeller Sportveranstaltungen im Jahr 2021 im Vordergrund.