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Ironman 70.3 in Duisburg 2021

Unser Triathlet Martin Harnischmacher ist am Samstag Mittag in Duisburg angekommen.

Zu diesem Zeitpunkt war es schon stark bewölkt und immer wieder kleinere Regengüsse. Nachdem ich mich im 3G Zelt gemeldet habe bin ich direkt weiter zur Startnummernabholung.  Die Nummern wurden verteilt nach Registrierung – 1074.
Jetzt erstmal sich das Gelände anschauen. Start, Wechselzone (nur eine) und Ziel waren dich beieinander. Ach ja, es spielte sich alles im Sportpark Wedau statt. Die Schwimmstrecke war auf der Regattastrecke (super einfach nur der Leine nach, einmal hin und wieder zurück). Daneben die Wechselzone und auf der anderen Seite das Ziel die Schauinsland-Arena (Heimat des MSV Duisburg).
Okay dann mal das Fahrrad in die Wechselzone rein und ab ins Hotel und Füße hochlegen.
Am Abend noch alles vorbereitet wie immer und sicherheitshalber noch eine Regenjacke in den Radbeutel wenn der Wetterbericht recht hat wird man sie brauchen können.
Der Start war auf ca. 8:30 Uhr geplant. Es gab einen Duostart (alle 5 sek 2 Athleten, jeder Teil sich nach seiner geplanten Schwimmzeit selber ein)
5 Uhr aufstehen und ab zum Frühstück (bei mir ist das Vollkorntoast und selbstgemachte Hausmacher Leberwurst (6 Scheiben).
Dann ab zum Sportpark Wedau. Super es regnet doch nicht, perfekt. Nachdem ich die Wechselzone eingerichtet hatte habe ich gemütlich den Neo angezogen und bin Richtung Schwimmstart. Der verzögerte sich dann um 39 min da die Polizei die Strecke nicht freigegeben hatte. Endlich geht es los. Nach einer gefühlten Ewigkeit ab ins Wasser und de fühlt sich nicht schlecht an (seit Feb. 2020 ca. 7 Schwimmkilometer auf dem Konto). Ich finde nach 400-500 m ein Paar Beine und schwimme ihnen nach. Diese verliere ich erst 200 vor dem Ausstieg. Raus aus dem Wasser und Blick auf die Uhr (36:55); Ich bin perplex, hätte ich mich gedacht. Mit diese positiven Energie Richtung Rad. Es hat mittlerweile angefangen zu regnen und zwar stark – also Regenjacke an. Auf dem Rad machen dann leider beide Hüftbeuger zu und ich kann nicht wirklich mit Druck fahren. Irgendwann gehen aber auch die 90 km vorbei (2:55:..). Durch den starken Regen gab es einige Stürze.
Dann rein in die Laufschuhe und was soll ich sagen. Ab dem ersten Meter meinen Rhythmus gefunden. Gefühlt einfach nur durchs Feld geflogen und mit 1:39:.. dann im Stadion ins Ziel gelaufen.  War unterm Strich sehr zufrieden. Der Regen hatte mittlerweile auch aufgehört. Noch ne Kleinigkeit gegessen Alles ins Auto geladen und ab nach Hause.

Herzlichen Glückwunsch zu dieser Leistung und einem erneuten Finish!

 

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Schauinslandkönig Bergzeitfahren 2021

Dass es nicht einfach wird, eine „Schauinslandkönigin“ zu werden, war unseren beiden Neulingen Elke Magschock und Celine Kistner vom Tri-Team SSV Ettlingen schon klar, bevor sie an der Startlinie zum 15. Schauinsland-Bergzeitfahren in Freiburg standen: Auf einer Strecke von 11,5km mussten satte 771HM überwunden werden.

Den Anfang machte Celine; einige Minuten später wurde dann Elke auf die Strecke geschickt. Oben angekommen wurde mit Spannung die Live-Ergebnisliste verfolgt, bis auch die letzten SportlerInnen das Ziel erreichten. Am Ende standen tolle Ergebnisse zu Buche: Celine fuhr mit einer starken Zeit von 38:24,6 min auf Gesamtplatz 5 aller insgesamt 84 weiblichen Starterinnen, was gleichzeitig Platz 4 in der AK der Frauen bedeutete. Elke belegte in ihrer AK W45 in 43:08,9 min einen ebenfalls sehr starken ersten Platz (Platz 12 aller weiblichen Starterinnen).

Insgesamt ein absolut gelungener Wettkampf, der sicher schon jetzt fest im Wettkampfkalender der kommenden Saison eingeplant ist!

Herzlichen Glückwunsch von der Abteilung für diese Leistungen!

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Ironman 70.3 Luxemburg

Das Wettkampfjahr 2021 startete unverhofft und spät, aber dann kamen alle Rennen oft geballt und mit großem Anspruch an die Flexibilität für die Athleten.

Der Ironman 70.3 Luxemburg hat darunter leider sehr gelitten. Schwache Organisation, miese Informationspolitik und kurzfristig auch noch die Absage der ersten Disziplin. Ohne das Schwimmen in der Mosel bzw. in einem nahegelegenen Weiher, wurde das Rennen als Bike-Run ausgetragen. Eine saisonal zu erwartende Blaualgenkonzentration machte den Triathlon unmöglich. Bitter, wenn die Organisatoren solche Informationen bereits im Februar vorliegen hatten und die Athleten knapp zehn Tage vor dem Rennen über die Schwimmabsage erst informiert werden.

Zwei Wechselzonen, welche mit sieben Kilometer Entfernung auseinanderlagen, sowie einem zufälligen Bustransfer zwischen Start- und Zielbereich, sorgten allgemein für wenig Begeisterungsreserven.

Ein in der Vergangenheit stets sehr schöner Wettkampf im Dreiländereck Luxemburg-Frankreich-Deutschland wurde organisatorisch zu einem maximalen Reinfall. Die Radstrecke war mit 93 km nur minimal länger, dafür wurde die Angabe der Höhenmeter um circa 140 Höhenmeter zu gering angegeben.

Herausfordernd war nach dem Wechsel vom Rad auf den Halbmarathon, dass die ersten sechs Kilometer keine Verpflegungsstelle bereithielten. Wer sich dessen nicht bewusst war und sich nicht in der Wechselzone oder auf dem Rad dafür vorbereitet hatte, dem wurde der Lauf schnell zum Verhängnis.

Von den gemeldeten ca. 1.100 Triathleten gingen im Abstand von drei Sekunden nur 900 im kleinen Moselort Remerschen in das Rennen. Das Ziel in Remich erreichten wiederum nur 731 Athleten.

Kerstin Bannwolf vom Tri-Team SSV Ettlingen konnte mit nur 10min. Rückstand auf Marco Lopez eine sehr bemerkenswerte Leistung abliefern. Platz 5 in ihrer AK und Platz 12 der Frauen gesamt standen im Ziel mit 4:33h zu buche. Marco erreichte mit 4:23h und dem 12. Platz in seiner AK das Ziel.

Wir haben nach zwei unberechenbaren Langdistanzen auf Lanzarote und in Kopenhagen wieder viele neue Rennerfahrungen gesammelt. Auch als Veranstalter des Cross-Duathlon Tri-Team SSV Ettlingen haben wir auf Details der unterschiedlichen Veranstaltungen geachtet. In der Hoffnung, bald auch wieder in Ettlingen Wettkämpfe für Sportler und Zuschauer bedenkenlos bieten zu können.

Die neuen Triathlon-Freundschaften vom Luxemburg Wochenende und das Wiedersehen mit Athleten aus den gemeinsam bestrittenen Wettkämpfen diesen Jahres, haben die Grenzen der virtuellen Veranstaltungen der vergangenen Monate deutlich gemacht.

Unabhängig von den Erwartungsenttäuschungen und der Kritik stehen die Dankbarkeit für die Austragung reeller Sportveranstaltungen im Jahr 2021 im Vordergrund.

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Challenge Roth 2021

Am vergangenen Sonntag starteten Oliver Gericke und Rafael Lepiarz (beide Tri-Team SSV Ettlingen) bei der Challenge Roth 2021. Während der Startschuss für das Feld der Profi Athleten bereits kurz vor 7 Uhr ertönte, liefen die Vorbereitungen für Olivers und Rafaels langen Tag in den Endzügen, bis beide schließlich kurz vor 8 Uhr ebenfalls ins Wasser gingen und die Strecke von 3,8 km im Main Donau Kanal meisterlich absolvierten. Der anschließende 170 km Rundkurs quer durch die malerische Landschaft rund um Roth verlief ebenfalls ohne Zwischenfälle. Als Abschlussdisziplin folgte ein Marathon in der klassischen Länge von 42,2 km. Doch auch diesen bewältigten beide Mitglieder des SSV Ettlingen mit Bravur und konnten die legendäre Triathlon-Langdistanz mit einem Zieleinlauf im Stadion der Challenge Roth finishen.

Super Leistung Jungs!

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Öztaler Radmarathon 2021 – 238 km mit 5500 Höhenmetern

Für Ötzi, wie man den Ötztaler Radmarathon umgangssprachlich nennt, hat sich unser Triathlet Alexej Markov  noch 2020 angemeldet.

Das Rennen wurde aber wir viele anderen aufgrund der Pandemie auf 2021 verschoben und sollte nun am 29.08.21 stattfinden.

Schon vor ein paar Wochen vor dem Start werden die Wetterprognosen durchstöbert und es wird darüber in den Foren und auf Facebook viel diskutiert.

Dann kam die Meldung, dass die Strecke wegen dem Felssturz auf der Straße zwischen Ötz und Ochsengarten auf dem Weg nach Kühtai geändert werden muss. So die Ersatzstrecke sollte weiter unten nach Haiming gehen und von dort aus über Haimingerberg und Sattele nach Kühtai, was zusätzlich 10 km und 250 Hm bedeutet würde. Dafür wurde die Startzeit um 15 Minuten früher. Die Durchfahrtzeiten (also Zeitlimits) gleich bleiben sollen. Was bestimmt die Aufregungen unter denen, die ohnehin gegen die Limits kämpfen, auslösen sollte.

Die Wetterberichte haben nichts Gutes versprochen: kalt und nass am Start, eventuell Schnee und Schneeregen an den Pässen. Das hat sehr wahrscheinlich dazu geführt, dass dieses Jahr ca. 1300 Teilnehmer gar nicht gestartet sind (und nicht ins Ötztal angereist). Das finde ich gemein, weil es immer wieder viele Leute gibt, die gerne starten möchten, haben aber keinen Startplatz bekommen (ja, die Startplätze werden verlost, und man braucht etwas Glück).

Am Sonntagmorgen war er kalt aber überraschenderweise trocken. Also um 5:45 Uhr bin ich zur Startaufstellung gefahren und ca. 35 Minuten vor dem Start stand ich genau 1000 m vor der Startlinie (also mitten des Pulkes).

Die Abfahrt über Ötz nach Haiming lief unproblematisch. Dann kam der fast 10 km lange Anstieg mit 10% Schnitt zum Sattele, kurzes flaches Stück an Ochsengarten und weiter 8 km hoch nach Kühtai. Auf der Auffahrt war es viel los, und man musste immer konzentriert bleiben und sorgfältig überholen, da Leute immer wieder langsamer wurden.

So bin ich nach Kühtai angekommen, die Wasserflaschen an der Labestation aufgefüllt, die Regenjacke und die Handschuhe angezogen. Es war doch frisch oben (knapp über dem Gefrierpunkt), aber Gott sei Dank trocken.

Nach Kühtai kam die schnelle Abfahrt nach Innsbruck und weiter relativ flach nach Brenner zur Labe und runter nach Sterzing. Immer wieder trocken, erstaunlich!

Der Anstieg zum Jaufenpass ist zwar lang (15 km), ist aber konstant (7,5%). Oben wieder die Flaschen aufgefüllt, warme und windfeste Klamotten angezogen (es war richtig kalt oben) und weitergefahren.

Die Abfahrt von Jaufenpass nach St. Leonhard ist teilweise technisch, aber auch sehr schnell und unproblematisch (es wäre doch anders, wenn es nass gewesen wäre).

Und erst jetzt beginnt der Ötzi, ab dem 180 km. Der Anstieg nach Timmelsjoch: 28 km und 1800 Hm.

Die Auffahrt kann man auf drei Teilen teilen: 14 km mit steilen Abschnitten, im Schnitt 7%, 4 km flach 2% bis zur Labestation und noch 10 km mit 7% Schnitt.

Am Anfang des Anstieges war es bei den +22 Grad in Italien sehr heiß und sonnig. Aber je höher desto kälter wurde es.

Oben angekommen hat es angefangen zu scheinen und zu regnen. 0 Grad. Aber schon egal. Wieder Winterklamotten drauf und ab in die Abfahrt. Die nassen Straßen, Regen, beschlagene Brille mit kaum Durchsichtigkeit und allgemeine Müdigkeit und Konzentrationsverlust haben dafür gesorgt, dass man relativ langsam aber ganz bewusst sicher abfährt.

So nach 10:57 nach dem Start bin ich nass, kalt und gezittert aber überglücklich ins Ziel gekommen.

Fazit:

Wetter an sich war gar nicht so schlimm, wie man es sich vorgestellt hat: man hätte einfach schneller unterwegs sein sollen um komplett trocken zu bleiben.

Perfekt organisierte Veranstaltung, Laune und Unterstützung auf der Strecke ist brutal.

Es war ein tolles Erlebnis! Ötzi, ich komme wieder!